Bezahlbarer Wohnraum als knappes Gut

In deutschen Großstädten wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für das Dilemma?

Bezahlbarer Wohnraum durch die Mietpreisbremse?

 

Die Immobilienzeitung berichtet aktuell über die Koalitonspläne der NRW-Landesregierung zur Abschaffung der Mietpreisbremse. In vielen Städten hat die Mietpreisbremse nicht die erhoffte Wirkung entfaltet und bezahlbaren Wohnraum geschaffen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, aus verschiedenen Gründen möchten die Menschen lieber in den Städten als auf dem Land leben. Hierzu tragen zum einen demographische Faktoren bei und zum anderen ist das Stadtleben aufgrund des deutlich größeren Arbeitsplatz- und Kinderbetreuungsangebotes für viele, auch junge, Menschen deutlich attraktiver. Investitionen in neuen, bezahlbaren Wohnraum bleiben jedoch häufig aus. Die Gründe sind neben der Mietpreisbremse auch in drastisch gestiegenen Baukosten zu suchen. Die Kombination aus großer Nachfrage nach Wohnraum in den Städten, zu geringer Bautätigkeit insbesondere im sozialen Wohnungsbau und zahlreicher Ausnahmeregelungen der Mietpreisbremse führen nicht zu einer Entlastung des Wohnungsmarktes. Dies beklagt auch aktuell die Berliner Morgenpost und berichtet, dass die Verbraucherzentrale Bundesverband einen besseren Verbraucherschutz sowie Offenlegung der Mietpreise fordert.

 

Wohnungsknappheit in vielen Städten in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Viele deutsche Städte sehen sich zudem mit den Problemen der Luxussanierung oder Zweckentfremdung von Wohnraum konfrontiert. Aktuell ist die Wohnungsknappheit in Düsseldorf ein großes Problem, hierzu berichtet aktuell die Rheinische Post. Hier zeichnet sich ein Zweckentfremdungs-Trend ab, der aus den Niederländen kommt und insbesondere in Amsterdam die Wohnungsnot durch Zweckentfremdung von regulären Mietwohnungen zu Ferienwohnungen verschärft. Die Schätzungen belaufen sich auf 5000 bis 6000 zweckentfemdete, untervermietete Wohnungen allein in Düsseldorf. Auch für Mannheim beklagt der Mannheimer Morgen aktuell Wohnungsknappheit aufgrund zu geringer Bautätigkeit in den vergangenen Jahren. In Baden-Württemberg wird der Minderbestand an Wohnungen auf 40.000 geschätzt. Die FAZ hält daher die Erwartungen an die Mietpreisbremse für überzogen. Die Mietinteressenten stehen Schlange und selbst Durchschnittverdiener werden in Randbezirke gedrängt oder müssen bei der Größe und Ausstattung der Mietwohnung deutliche Einschränkungen hinnehmen, um eine bezahlbare Wohnung finden zu können. Kaum ein Mieter traut sich also seine Rechte geltend zu machen.

 

Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums?

Der deutsche Wohnungsmarkt braucht klare Anreize zur Schaffung von neuem Wohnraum. Insbesondere der soziale Wohnungsbau wurde jahrelang vernachlässigt, in der Hoffnung der Markt werde es nun richten. Derzeit ist keine Trendwende auf dem Wohnungsmarkt absehbar, zudem wird es Jahre dauern bis eine eventuell gestiegene Investitions- und Bautätigkeit zur Entlastung des Wohnungsmarktes beiträgt. 

Kurzfristig gibt es mit dem Hauswächter-Konzept jedoch Möglichkeiten vorhandene Leerflächen zu nutzen. Hauswächter nutzen leer stehende Immobilien und schützen Sie durch Ihre Anwesenheit. Für Eigentümer bietet dies den Vorteil, dass Ihre Immobilie weiter genutzt werden kann und im Wert erhalten bleibt. Sie tragen zu einer Auwertung der Nachbarschaft bei, da die Immobilie nicht sich selbst überlassen wird. 

 

 

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