Alte Hörder Polizeiwache wird zur Wohngemeinschaft

HÖRDE Früher wurden hier Verbrecher verhört. Jetzt wohnen hier junge Menschen. Die ehemalige Polizeiwache Hörde ist seit wenigen Monaten ein Wohnhaus. In dem leer gezogenen Gebäude leben 14 sogenannte Hauswächter. Sie wohnen günstig, haben dafür aber eine spezielle Aufgabe.

Alte Hörder Polizeiwache wird zur Wohngemeinschaft

HÖRDE Früher wurden hier Verbrecher verhört. Jetzt wohnen hier junge Menschen. Die ehemalige Polizeiwache Hörde ist seit wenigen Monaten ein Wohnhaus. In dem leer gezogenen Gebäude leben 14 sogenannte Hauswächter. Sie wohnen günstig, haben dafür aber eine spezielle Aufgabe.

Die WG in der Wache ähnelt ein wenig einem Studentenwohnheim. Nur, dass die Menschen, die hier wohnen, durch ihre Anwesenheit auch das Gebäude vor vor Verfall und ungebetenen Gästen schützen sollen.

Hinter dem dicken Panzerglas meldeten sich bis zum Umzug der Polizeiwache an den Phoenix-See all jene, die Opfer eines Verbrechens wurden. Nun stehen hier ein Billardtisch und eine Spielkonsole, aus einem Stapel gehörter Schallplatten lugt der „Boss“ heraus. Bruce Springsteen statt Tastatur-Geklapper und Schreckensberichten in der Wache. Eine Etage höher beginnt das Wohnen. Vom langen Behördenflur gehen viele Türen ab, hinter einigen davon befinden sich ganz normale Studentenzimmer.


Vier Wochen Kündigungsfrist

Thomas, Mona und Steffi sind drei der 14 Wächter. Sie haben die Zimmer bei dem niederländischen Unternehmen Camelot gebucht. Unter 200 Euro zahlen sie für Zimmer und Gemeinschaftsräume. Der einzige Haken: Die Kündigungsfrist beträgt nur vier Wochen. Sobald der Eigentümer einen Käufer findet, müssen die Gäste raus. Viele von ihnen sind Studenten oder Freiberufler – und bereit, das in Kauf zu nehmen.

Deshalb sind die Hauswächter europaweit beliebt, allein 10.000 hat Camelot laut Regional-Direktor Karsten Linde in seinem Bestand. „Für den Eigentümer lohnt es sich mehr, als wenn das Gebäude leer steht“, erklärt er. In Dortmund ist die Polizeiwache ein Modell-Objekt. „Es ist eine andere Art sein Eigentum zu schützen. Sie kann bei der Verwertung helfen“, sagt Karsten Linde.

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