Rhein Pfalz: Wohnen mit viel Platz, aber auf Abruf

Studenten und niederländische Ingenieure statt Beamten – in die früher von der Bereitschaftspolizei genutzten Gebäude am Schifferstadter Bahnhof ist wenige Monate nach der Verlegung der „Bepo“ in die Westpfalz wieder Leben eingekehrt.

Rhein Pfalz: Wohnen mit viel Platz, aber auf Abruf

Studenten und niederländische Ingenieure statt Beamten – in die früher von der Bereitschaftspolizei genutzten Gebäude am Schifferstadter Bahnhof ist wenige Monate nach der Verlegung der „Bepo“ in die Westpfalz wieder Leben eingekehrt. Als „Hauswächter“ sind inzwischen mehr als 40 neue Bewohner auf Zeit eingezogen.

Von Ulrike Minor

Schifferstadt. „Am Anfang war es fast ein bisschen gruselig“, gibt Christian Schulz zu. Die langen Gänge, hallende Schritte, die hohen, weiten Räume, das weitläufige Gelände – gewöhnungsbedürftig. Der 24-jährige frischgebackene Chemiker ist ein Hauswächter der ersten Stunde in der früheren Bereitschaftspolizei-Station in Schifferstadt.

Inzwischen wohnen hier rund 40 Menschen. „Bewacht durch Bewohnung“ heißt das Konzept, das dahinter steht. Oder, wie Karsten Linde, einer der Direktoren der verantwortlichen Firma Camelot, es ausdrückt: im Sinne der Eigentümer „sorgenfreier Leerstand“.Nach der umstrittenen Verlegung der Bereitschaftspolizei von Schifferstadt nach Enkenbach-Alsenborn stand die Frage an, was mit den Gebäuden passieren soll. Rund 21.000 Quadratmeter Fläche standen leer. Durch die Zusammenarbeit mit der aus Holland stammenden Firma Camelot hat der Eigentümer, der rheinlandpfälzische Landesbetrieb Liegenschaft und Gebäudeentwicklung, Neuland betreten. Denn bevor eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Immobilie getroffen ist, sollte eine vernünftige Zwischennutzung her. „Werterhaltung, keine Veränderung, Sicherheit, Belebung“ – diese Stichworte nennt Dorothea Kaleschke-Weingarten von der Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz als Punkte, auf die es dem Land ankommt.